Recherchestapel und was es sonst Neues gibt.

Seit Ende 2018 recherchiere ich und ein Ende ist nicht absehbar. Momentan stopfe ich Lebenslauflöcher, eine akribische, teils sehr anstrengende Arbeit, die oftmals nicht von Erfolg gekrönt ist.

Dieser Stapel zeigt lediglich einen Teil der physischen Recherchematerialien. Dazu habe ich inzwischen 100 Institute, Museen, Ämter, Antiquariate und Archive plus 150 verschiedene Quellen und noch mal so viele Ansprechpartner auf meiner abgearbeiteten Liste. Und ich bin noch nicht am Ende angelangt.
Finde ich ein neues Detail, ergeben sich daraus meist zwei neue Fragen, die geklärt werden müssen.

Eine Frau, die beinahe einhundert Jahre alt geworden ist und Zeit Ihres Lebens gearbeitet hat, hinterlässt eine breite und kilometerlange Spur, auf der – durch Weltkriege und Umzüge – einiges unauffindbar verloren gegangen ist. Nicht alles lässt sich rekonstruieren und zu einem befriedigenden Ergebnis abschließen. Damit werde ich mich abfinden müssen.
Dennoch: Es geht weiter und weiter.

Die Vorwörter sind inzwischen beauftragt, ein Kunstexperte zum Thema Karlsruher Majolika und eine Expertin zum Thema Rosenthal werden die Vorwörter zu den jeweiligen Kapiteln verfassen.

Einen Verlag konnte ich für das Projekt nach wie vor nicht begeistern. Das war vor Corona schon ein kompliziertes Unterfangen und ist jetzt noch mal deutlich schwieriger geworden. Das ist schade.
Sollte dies so bleiben, werde ich den Weg als Selfpublisher gehen. Was mir vor einigen Monaten noch Bauchschmerzen verursachte – aufgrund finanzieller Begebenheiten – dem sehe ich inzwischen mit einem Lächeln entgegen.
Das Kulturministerium NRW unterstützt das Projekt Lore Friedrich-Gronau mit einem Stipendium! Mit diesem Geld sind alle weiteren Kosten abgedeckt. Ich kann zwar nicht mehrere Monate davon überleben, aber der Veröffentlichung der Biografie mit Werksverzeichnis sehe ich deutlich entspannter entgegen.
Layouter, Fotograf, Lektorat, Druck und Werbung sind – dank des Stipendiums – finanzierbar.

Erste Bestellungen habe ich notiert, Anfragen für Lesungen entgegen genommen. Das Interesse ist groß und kommt aus vielen verschiedenen Richtungen, denn Lore Friedrich-Gronau deckt eine große Zielgruppe ab.

Ihre Werke sprechen Sammler von Porzellanfiguren im Allgemeinen und von der Rosenthal Manufaktur im Speziellen an, ebenso von Karlsruher Majolika, Sammler von Masken, Tänzerinnen, von Akten, Bronzefiguren Porzellanfiguren Motiv Kinder, Kinderbüchern, sakraler Kunst oder religiöser Schriften, aber auch Sammler von Postkarten, Spielen oder Bastelbögen.

Doch wir müssen uns alle noch eine Weile gedulden. Covid-19 verzögert die Arbeit aktuell um ein Jahr.
Vor wenigen Minuten habe ich die Absage erhalten, das Badische Landesmuseum in Karlsruhe zu besuchen und die dort gelagerten Werke zu sichten. Corona lässt einen Besucher in den Archiven momentan nicht zu. Wir werden den Januar abwarten und hoffen, dass sich die Situation allgemein wieder beruhigt.

Ich gebe nicht auf!


Weitererzählen erlaubt!

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